Kamerunische und Westafrikanische Küche neu interpretiert
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Manchmal gibt es Wochen, die sich anders anfühlen.
Nicht lauter, nicht spektakulärer — eher stiller.
Als würde die Welt für einen Moment etwas weicher werden, obwohl sich eigentlich alles weiterdreht wie immer.

Diese Woche war für mich genau so eine.
Denn etwas Seltenes ist passiert: Ramadan, das chinesische Neujahr und der Beginn der christlichen Fastenzeit fallen in denselben Zeitraum.

Für viele ist das einfach ein spannendes Zusammentreffen im Kalender.
Für mich als Muslimin fühlt es sich nach mehr an.
Nach einem leisen Moment der Verbundenheit zwischen Menschen, die auf ganz unterschiedlichen Wegen nach Sinn, Ruhe und innerer Klarheit suchen.

Ramadan: mein persönlicher Rückzugsort

Ramadan ist für mich nicht einfach nur ein Monat im Jahr.
Er ist ein Ankommen. Ein Innehalten. Ein innerer Raum, den ich jedes Jahr neu betrete.

In dieser Zeit schalte ich bewusst einen Gang runter.
Ich ziehe mich etwas zurück.
Ich reflektiere mehr.
Ich übe Dankbarkeit — auch für die kleinen Dinge.
Ich versuche, mitfühlender zu sein, mit mir selbst und mit anderen.
Und ich lasse Stück für Stück los, was sich zu schwer anfühlt.

Ramadan erinnert mich jedes Jahr daran, dass Spiritualität nicht laut sein muss.
Sie kann leise sein. Sanft. Geduldig.
Wie ein tiefer Atemzug, der Körper und Herz gleichzeitig beruhigt.

Und plötzlich hält die Welt auf ihre eigene Weise inne

Dass zur gleichen Zeit auch das chinesische Neujahr beginnt — ein Fest des Neuanfangs, der Reinigung und des Zusammenseins mit der Familie — hat mich berührt.

Und dass gleichzeitig die christliche Fastenzeit startet, eine Zeit der Besinnung, des Verzichts und der inneren Erneuerung, macht dieses Zusammentreffen für mich noch besonderer.

Drei Traditionen.
Drei Wege.
Drei Kalender.

Und doch ein ähnlicher Rhythmus: innehalten, reinigen, neu beginnen.

Es fühlt sich fast so an, als würde die Welt gemeinsam einmal tief durchatmen — nur jede auf ihre eigene Art.

Was diese Gleichzeitigkeit für mich bedeutet

Ich sehe darin weniger Zufall als Erinnerung.

Eine Erinnerung daran,
dass wir Menschen uns oft ähnlicher sind, als wir denken.
Dass unsere spirituellen Bedürfnisse universell sind.
Und dass jede Kultur ihre eigene Sprache für Hoffnung, Dankbarkeit und Erneuerung gefunden hat.

Während ich faste, weiß ich:
Irgendwo reinigen Menschen ihre Häuser, kommen mit ihren Familien zusammen und starten bewusst neu ins Jahr.
Und anderswo beginnen Menschen eine Zeit des Verzichts, der Reflexion und des Gebets.

Diese Woche hat mir wieder gezeigt, dass wir — trotz aller Unterschiede — oft zur gleichen Zeit nach dem Gleichen suchen:
Ruhe. Sinn. Verbindung. Licht.

💛 Ein persönlicher Wunsch

Ich wünsche mir, dass wir solche seltenen Momente nicht nur als Kalender-Kuriosität sehen, sondern als Einladung:

einander zuzuhören,
voneinander zu lernen,
die Schönheit der Vielfalt wahrzunehmen
und die Gemeinsamkeiten zu feiern, die uns verbinden.

Denn vielleicht fasten wir unterschiedlich, feiern unterschiedlich, beten unterschiedlich —
aber wir hoffen doch alle auf ein besseres Ich und eine ein kleines bisschen bessere Welt.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine Zeit voller Ruhe, Klarheit und kleiner Momente des Innehaltens — auf deinem ganz eigenen Weg.
Und wenn du magst, begleite mich hier weiterhin durch Geschichten, Gedanken und Rezepte aus meiner Welt.


 

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