Kamerunische und Westafrikanische Küche neu interpretiert
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Ein wunderschönen Eid al-adha an alle Muslime der Welt!

Die Tomatensauce ist bei fast allen sehr beliebt. Vor ein paar Tagen, als ich mich mit einem Bekannten unterhalten habe, erwähnte er mir gegenüber, wie besonders Tomatensauce mit Fleisch früher für ihn war. Mir ist dabei wieder in Erinnerung gekommen, dass ich früher ebenso empfand.

Als Kind habe Tomatensauce immer mit besonderen Ereignissen in Verbindung gebracht, so zum Bespiel solche wie das heutige Opferfest.

Insbesondere Tomatensauce mit Hähnchen und Reis oder Spagetti wurde oft an Festtagen serviert. Wiederum an anderen Tagen genossen wir alle möglichen Saucen, wie beispielsweise Egusi/Sauce Pistaches, Mafé/Sauce d’arachides, Okra/Sauce Gombo, usw. Aber Sauce Tomate war bei uns Kinder stets beliebter als alle anderen.

Tomatensauce

Dann kam ich nach Deutschland und da drehte sich alles. Tomatensauce und Hähnchen war oft eine der wenige Saucen, die man aus der Heimat kannte und auch in Deutschland preiswert kochen konnte. Damals vor mehr als 25 Jahren gab es noch nicht so viele Möglichkeiten, sich mit Produkten aus der Heimat zu versorgen. Die afrikanischen Lebensmittelläden in Deutschland waren damals noch ziemlich rar. Wenn man überhaupt welche gefunden hatte, waren die Preise für mich damals als arme Studentin unerschwinglich. Tomaten und Hähnchen dagegen wurden in den Supermärkten ausreichend und auch preiswert angeboten. Auch Nudeln und Reis war günstig zu bekommen. Am Anfang fühlte es sich das alles richtig gut an, endlich die heiß geliebte Tomatensauce so oft essen zu können, wie man es gerne möchte. Aber dann, wie mit jeder Sache, konnte ich Tomatensauce plötzlich nicht mehr sehen.


Irgendwann fragte ich mich was für Saucen es noch geben könnte und entdeckte nach und nach anderen Möglichkeiten in den Regalen der Supermärkte sowie in der Mensa meiner Universität. So kam ich in Kontakt mit Rahm-, Jäger- Pfeffer- und Bratensaucen. Anfangs bediente ich mich an den in Tüten erhältlichen Fertigsaucen, aber das war mir jedoch egal. Hauptsache war, nicht jeden Tag Tomatensauce essen zu müssen.

Ich habe damals ein bisschen gebraucht, bis ich meine früher heißgeliebte Tomatensauce wieder lieben lernte. Aber irgendwann kam der Appetit wieder, zum Glück.

Heute koche ich sie wieder sehr gerne. Manchmal das originale Rezept wie damals aus meiner Kindheit, welches mir natürlich fast genauso lecker schmeckt wie früher. Aber oft versuche ich mich an verschiedenen Variationen wie beispielsweise bei meinem heutigen Rezept.



Das Ganze als Video



Et voilà! Bon appétit!


Tomatensauce

Hackbällchen Stew

Prep Time 15 minutes
Cook Time 40 minutes
Total Time 55 minutes

Ingredients

  • 800 g Rinderhackfleisch
  • 500 ml Tomatenpüree
  • 200 g Mini frische Roma Tomaten
  • 20 g Petersilie
  • 10 g Koriander
  • 3 EL Magic Sauce
  • 1 Finger Ingwer
  • 5 Knoblauchzehen
  • 2 TL Pfeffer S/W
  • 100 ml Speiseöl
  • Salz
  • 1 chilischote
  • 1 Lauchzwiebel
  • 1 TL getrocknete Basilikum (oder Frische Blätter nach Belieben)

Instructions 

  • In einem Mörser, Pfeffer, Knoblauch, Ingwer, Petersilie und Koriander, nach und nach geben und mahlen bis einer groben Paste entsteht
  • Zum Hackfleisch dazugeben, mit Salz und 1EL Magic Sauce und gut miteinander vermischen. Daraus gleichgroßen Fleischbällchen formen
  • Nun Zwiebeln schälen und fein hacken. dann die frische Tomaten waschen und jeweils in zwei zerteilen. Chili und Lauchzwiebel ebenfalls fein hacken
  • Speiseöl in einem Topf erhitzen, die gehackte Zwiebeln, Chili, Lauchzwiebel, Tomaten und Salz dazugeben und ca. 10 Minuten andünsten
  • Dann die Tomatenpüree und weitere 10 Minuten andünsten. Danach den Basilikum und einen weiteren Esslöffel Magic Sauce hinzugeben, gut verrühren und anschließend die Hackbällchen dazugeben
  • Das Ganze vorsichtig rühren, zugedeckt ca. 15 Minuten bei mittleren Hitze köcheln und hin und wieder rühren. Abschmecken und genießen

Notes

Dazu serviere ich gerne frisch gekochte Fusilli oder  Spagetti.
Bon appétit!
Fadi

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